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LG G4 – Die Latte liegt hoch, liebe Apple-Freunde!

Das LG G4 macht von sich reden. Überall häufen sich die Meldungen, es hätte die beste Smartphone-Kamera zur Zeit. Mal sehen, ob ich das auch denke!

Fotovergleich: HTC One M8 gegen Sony Xperia Z2

Sony hatte offensichtlich gegenüber einiger Vorbesteller dann doch ein schlechtes Gewissen und hat es tatsächlich noch geschafft, einige Kunden noch im April mit dem Z2 zu beglücken. Ich bin einer davon und habe den Feiertag unter anderem dazu genutzt, Vergleichsfotos mit dem Z2 und dem HTC One M8 zu schießen, um meine Meinung gegenüber der HTC-Kamera zu untermauern. Es stellte sich jedoch zumindest für die Probeaufnahmen heraus: Ich habe vielleicht nicht ganz Recht behalten, was die Kameraqualität angeht. Für die Aufnahmen hatte ich beim HTC One den Standardmodus verwendet, beim Xperia Z2 den manuellen Modus. Superior Auto hatte beim Xperia Z2 in jeder meiner Beispielaufnahmen bei den Farbkorrekturen maßlos übertrieben, daher die Entscheidung zum manuellen Modus. Zur besseren Vergleichbarkeit habe ich weiterhin die Sony-Bilder über Photoshop auf 4 Megapixel herunter gerechnet, um besser mit dem HTC One vergleichbar zu sein. Doch seht selbst:

Innenaufnahmen

Xperia Z2 Vergleich - Innenraum

Bei der Innenaufnahme patzt die Xperia Kamera nur aufgrund der längeren Belichtungszeit. Die Bildqualität ist gleich.

HTC One M8 Vergleichsfoto 1 - innen

Das HTC One spart Belichtungszeit wegen der Ultrapixel. Das Bild wirkt schärfer als beim Z2

Bei der Innenraumaufnahme lassen sich 2 Dinge recht gut erkennen: Wie gut Sonys Kamera in Bezug auf Aufnahmen in schlechterem Licht geworden ist und wie gut HTCs Kamera in derartigen Situationen bereits ist. Von der Farbbalance sind beide Aufnahmen sehr ähnlich, auch die Lichtmenge wird nahezu gleich aufgenommen. Aufgrund des größeren Sensors kann das HTC One M8 jedoch Belichtungszeit sparen, man braucht nicht ganz so ruhige Hände wie beim Z2.

Bei der Aufnahme selbst macht sich der „Tiefensensor“ des HTC bezahlt: Der Fokus ist gefühlt direkt gefunden, das Foto ohne Verzögerung ausgelöst. Auch in dunkleren Umgebungen ist die Kamera des One sehr schnell am Abzug. Das Xperia Z2 hat nach wie vor die gleiche Krankheit wie seine Vorgänger: Es fokussiert nach, selbst wenn man mit der Kamerataste den Vorauslöser betätigt hat. Das verlängert die Auslösezeit merklich und verunsichert den Benutzer. Das bessere Bild wird es deswegen aber nicht.

Fazit: Unentschieden. Hier gilt meines Erachtens nach die persönliche Präferenz: Will man schnelle Fotos haben, weil man wenig Zeit hat oder keine ruhigen Hände, dann ist die Kamera des HTC One M8 die definitiv bessere Wahl. Die Auslösezeit reicht bereits extrem nah an die eines iPhone 5S heran. Will man hingegen hohe Auflösung auch bei Aufnahmen in schlechterem Licht, fährt man mit de Xperia Z2 besser. Die neueste Generation schafft es, viele Details bei akzeptabler Schärfe abzubilden. Bei der Bildqualität geben sich beide Geräte nicht viel.

Außenaufnahmen

Die Schatten saufen etwas ab, der Himmel neigt leicht zum Ausbrennen. Ansonsten ausgewogenes Bild.

Die Schatten saufen etwas ab, der Himmel neigt leicht zum Ausbrennen. Ansonsten ausgewogenes Bild.

Das Xperia Z2 liefert die ausgewogenere Aufnahme. Farbwiedergabe ausgeglichen, sehr gute Details, kein Ausbrennen oder Absaufen.

Das Xperia Z2 liefert die ausgewogenere Aufnahme. Farbwiedergabe ausgeglichen, sehr gute Details, kein Ausbrennen oder Absaufen.

Fazit: Hier erkennt man bereits die Schwächen der HTC-Kamera: Sie schafft es einfach nicht, ein Bild jenseits eines Portraits ausgewogen zu belichten. Ein „Auto-HDR“-Modus ähnlich dem iPhone 5S wäre hier eine schnelle, softwareseitige Lösung um dem Problem entgegen zu wirken. Für Landschaftsaufnahmen ist eine 4MP-Kamera zudem schnell an ihren Grenzen, da höhere Auflösungen meistens auch höhere Detailtreue mit sich bringen.


Sobald das Wetter es wieder zulässt, werde ich mich noch an ein paar sonnigen Fotos versuchen. Einen Videovergleich zu starten, lohnt erst gar nicht: Das Xperia Z2 läuft dem HTC-Flaggschiff in jeder Kategorie den Rang ab, sowohl feature-seitig als auch qualitativ. Alleine der Software-SteadyShot des Sony-Smartphones zaubert dermaßen gute, verwacklungsfreie Videos aus dem Hut, dass man sich vor dieser Leistung nur verneigen kann. Das heißt nicht, dass das HTC One M8 deshalb gleich schlechte Videos dreht, ganz und gar nicht! Durchaus alltagstauglich, und durchaus schöne Videos auch bei schwächerem Licht. Die Unterschiede sind jedoch so groß, dass jeder, der vergleichen kann, sehr schnell bemerken wird, welches Video vom Xperia kam.

Bei meinem Vergleich ging es mir primär um die Bildqualität im Alltagsgebrauch an sich. Was die Kamerafeatures darüber hinaus angeht (Zoes, Bildfilter, AR-Mode, Info-Eye usw.) wird sich sicher kein Glaubenskrieg entwickeln. Ich würde sagen, die Features an sich und die Qualität derselben liegt ungefähr gleichauf.

Den Kamera-Shootout über die Bildqualität verliert HTC also, allerdings auf hohem Niveau. Wer selten Fotos im Vollbild auf seinem Fernseher von seinem Smartphone oder DIN-A3 große Ausdrucke davon betrachten möchte, wird mit dem HTC One glücklich. Vor allem, wenn man lieber Leute als Landschaften fotografiert. Der bessere Allrounder ist allerdings Sonys Xperia Z2. Es kann mit jeder Bildsituation für Smartphone-Verhältnisse sehr gut umgehen und hat eine sehr gute Belichtungskompensation. Ich würde mir jedoch wünschen, dass die Sony-Features sinnvoller beziehungsweise besser zugänglich gesetzt würden. Warum man für eine Serienaufnahme zum Beispiel im Jahr 2014 immer noch in einen separaten Kameramodus wechseln muss, ist mir schleierhaft. HTC hat hier erfolgreich und gut von Apple abgekupfert: Lange Auslöser drücken, fertig ist die Serienaufnahme. Wenn auch nicht mit 60 Bildern pro Sekunde.

Update: Hier noch die versprochenen Schönwetter-Aufnahmen:

Die Farben sind absolut in Ordnung, Der Himmel vielleicht schon fast zu dunkel.

Die Farben sind absolut in Ordnung, Der Himmel vielleicht schon fast zu dunkel.

Eine blaustichige Wiese, flaue Farben. Hier verliert Sonys Z2 gegen HTC

Eine blaustichige Wiese, flaue Farben. Hier verliert Sonys Z2 gegen HTC

Trotz gleichen Lichts schafft es Sony nicht, die Szene „gefällig“ einzufangen. Es sieht sogar fast so aus, als sei der Himmel in der zweiten Aufnahme bewölkt. Unverständlich, was mit dieser Aufnahme passiert ist. Viel schöner und runder hingegen die Aufnahme von HTC’s One M8: Warme, satte Farben und schöne Kontraste. So lässt sich das Foto zeigen!

Satte Farben, allerdings saufen die Schatten schon wieder etwas zu hart ab.

Satte Farben, allerdings saufen die Schatten schon wieder etwas zu hart ab.

Bessere Kontraste, auch im Schatten gute Details. Hier schneidet Sony besser ab

Bessere Kontraste, auch im Schatten gute Details. Hier schneidet Sony besser ab

Hier sieht man, dass das Z2 auch besser kann: Eindeutig das bessere von 2 Bildern, mit schönen Farben und Kontrasten, guten Details auch noch in Schatten. Die HTC Belichtungskorrektur ist hier etwas aggressiv, lässt das Bild insgesamt zu dunkel wirken.

Etwas aggressive Belichtungskorrektur, hier jedoch nicht unbedingt zum Nachteil des Bildes. Kräftiges, dunkles Gelb.

Etwas aggressive Belichtungskorrektur, hier jedoch nicht unbedingt zum Nachteil des Bildes. Kräftiges, dunkles Gelb.

Nur wenig Belichtung korrigiert, trotzdem sehr gute Details, allerdings etwas seltsame Unschärfe im Hintergrund

Nur wenig Belichtung korrigiert, trotzdem sehr gute Details, allerdings etwas seltsame Unschärfe im Hintergrund

Gut ausgeleuchtes Bild mit kräftigen Farben. Für mich das bessere Bild.

Gut ausgeleuchtes Bild mit kräftigen Farben. Für mich das bessere Bild.

Gelungenes Makro, wenn auch sehr hell. Wirkt sonniger als das HTC Bild, die Farben sind aber etwas blasser.

Gelungenes Makro, wenn auch sehr hell. Wirkt sonniger als das HTC Bild, die Farben sind aber etwas blasser.

Der Überraschungsgast: Das HTC One M8

HTC schaffte es, kurz nach der Ankündigung am 25. März sein neues Flaggschiff in vielen Ländern auf den Markt zu bringen. Eine logistische Meisterleistung für eine Firma, die mit schwindenden Umsätzen und Topkräften (mittlerweile auch Chefdesigner Scott Croyle) zu kämpfen hat.

Und was für ein Smartphone sie abgeliefert haben: Rundum gelungene Software, wunderschönes Aluminium-Design, Top-Hardware, ein fast perfektes Gesamtpaket. Beleuchten wir kurz die Neuerungen:

Hardware

Der Qualcomm MSM8974AB Snapdragon 801 Chip ist für den Westen mit max. 2,3 GHz getaktet (Asien: 2,5 GHz) und wird von der Adreno 330 Grafikeinheit begleitet. Neueste Generation für diesen Zeitraum. 16 GB Speicher stehen zur Verfügung, was nicht zu wenig ist, bedenkt man, dass ein MicroSD-Karten-Slot zur Verfügung steht, der Karten bis 128 GB fassen kann. Das Display ist das gleiche SuperLCD3 wie im letzten Jahr, subjektiv fühlt es sich jedoch einen Hauch dunkler an, oder aber das Display spiegelt etwas stärker. Es wird vom allseits bekannten Gorilla Glas 3 geschützt. Der fest verbaute Akku hat eine Leistung von 2600 mAh. Das klingt nach nicht sonderlich viel, HTC hat seine Software allerdings derart stark optimiert, dass trotz gleicher Nutzung die Laufzeit mit der eines Galaxy Note 3 (Akku mit 3200 mAh) zumindest in meinem Benutzungsprofil (ca. 3h Screen-on-Time, ADN, Twitter, Press, Facebook, PocketCasts, WhatsApp, QuizUp, sehr viel Chrome, etwas Telefonie u.ä.) mithalten kann. Respekt! Zu den Lautsprechern muss man nicht viel sagen, mittlerweile dürfte sich herum gesprochen haben, dass die BoomSound Speaker des HTC One marktführend sind und der Klang für Smartphoneverhältnisse erstaunlich.

Software

HTC hat seine Oberfläche auf Sense 6 aktualisiert, die optisch zwar nicht viel neues bietet, dafür aber an Funktionalität stark zugelegt hat. Und das nicht im Samsung-Sinne, die alles reinquetschen, was möglich ist, ob sinnvoll oder nicht: Alles, was HTC implementiert hat, hat Hand und Fuß und kann jederzeit sinnvoll im Alltag eingesetzt werden: Stromsparmodus, Do-not-disturb, die Aufweckgesten (Doppel-Tippen, aus jeder Richtung wischen mit unterschiedlicher Funktion), Kids-Mode, Blinkfeed, alles schöne Features. Die generelle Steuerung ist sehr ausgefeilt und macht einen durchaus fertigen Eindruck, trotz der frühen Softwareversion. Die hat auch noch ein paar Fehler, wie z.B. die penetrante Nachfrage nach dem HTC Cloud Backup (die ein „gewünschter Fehler“ für den Beginn sein könnte, damit Kunden sich an die HTC Cloud-Dienste binden). Zusätzlich sind die HTC-eigenen Apps derart schnell, dass einem das Wort „Startzeit“ erst gar nicht in den Sinn kommt. Einfachstes Beispiel: Startet den Dialer einmal auf dem Galaxy Note 3, dann einmal auf dem HTC One M8 – ein himmelweiter Unterschied! Auch hier muss man eindeutig HTC ein Lob aussprechen. Jeder, der sein Telefon als Smartphone nutzt – und nur als solches – wird restlos begeistert sein. Da kommt auch schon der Haken. Ich habe die ganze Zeit nicht über die Kamera gesprochen, nicht wahr?

Die Kamera – die Warze im Gesicht des One

Mein Gott, HTC. Welcher Teufel hat euch geritten, so eine Kamera als Glanzstück zu präsentieren? Warum so viel Zeit in eine zweite Linse und einen zweiten Sensor investieren, wenn an der ursprünglichen Kamera noch so unglaublich viel zu verbessern war? Der Zweite Sensor liefert vielleicht Tiefeninformationen, und hilft dabei, einen schnellen Fokus zu finden, das wars dann aber auch schon. Die „uFocus“-Funktion ist ein Spielzeug, was trotz zusätzlicher Linse genau so schlecht oder gut funktioniert wie beim Galaxy S5. Bessere Bilder macht man damit nicht. Und die Bilder sind: Mies. Die Auslösezeit ist hervorragend, das Ergebnis aber definitiv unterwältigend. Von Begriffen wie automatischer Belichtungskompensation oder Weißabgleich-Korrektur scheint in der Kamera-Abteilung von HTC noch niemand gehört zu haben. Und Testbilder hat in freier Natur anscheinend auch niemand gemacht. Zumindest nicht bei bewölktem Himmel. Innenfotos am Fenster? Hat auch keiner gemacht. Hier ein paar Beispiele:

Es war bewölkt, aber bei weitem nicht dunkel!

Es war bewölkt, aber bei weitem nicht dunkel!

Mit HDR kommt ungefähr das heraus, was man auch gesehen hatte.

Mit HDR kommt ungefähr das heraus, was man auch gesehen hatte.

HTC One Beispielbild 1

Ein Schnappschuss bei nicht ganz tauglichem Licht

Snapseed kann das vorhandene Bild stark verbessern. Ein iPhone hätte ein solches Bild gleich beim ersten Mal gemacht.

Snapseed kann das vorhandene Bild stark verbessern. Ein iPhone hätte ein solches Bild auch nur mit Mühe abliefern können

Vergleich iPhone 5s – HTC One M8:

Vergleichsbild HTC One - iPhone 5s

Der Himmel ist hier leider total ausgebrannt, das HTC will mit aller Gewalt den Vordergrund aufhellen.

Das iPhone fängt die frühe Abendstimmung etwas besser ein.

Das iPhone fängt die frühe Abendstimmung etwas besser ein.

So etwas muss doch auffallen? Und dann muss man daran arbeiten? Und ja, man kann das softwareseitig verbessern! Ultrapixel hin oder her, ob der optische Bildstabilisator nun dabei ist oder nicht: So etwas darf nicht passieren. Die Optiken und der Bildsensor des HTC One sind nicht schlecht, vielleicht auch nur Durchschnitt. Aber die Leute, die die Software dafür entwickeln sind es. Richtig schlecht. Und das ist sie schon im Kernel: Versucht Googles neue Kamera-App Bilder zu machen, sind diese ähnlich enttäuschend.

Darüber können die vorhandenen Spielereien wie Zoes und uFocus nicht hinwegtäuschen. Aufnahmen in schwachem Licht sind die einzige Stärke des HTC One. Nun mag es Nachteulen geben, für die das HTC One damit das gefundene Fressen sein wird. Für micht ist es das aber definitiv nicht. Und so lange meine Tochter noch in meiner Nähe ist, habe ich auch lieber ein Smartphone bei mir, das gute Bilder macht, als eines, das ansonsten eine runde Software bietet. Der geneigte Leser bemerkt: Ich bin ziemlich unterwältigt von der Kamera. Und ich bin nicht gewillt, mit jeder Aufnahme Perfectly Clear oder Snapseed anzuwerfen, um sie zu retten.

Fazit

Für mich geht die Suche weiter. Sehr schade, da die Software und die Hardware mich ansonsten restlos begeistern. Aber mit derartigen Schnitzern in der Kamera kann und will ich nicht leben. Dafür mache ich zu viele Bilder. Kuriose Behauptung, da ich pro Woche vielleicht 10 mal auf den Auslöser drücke. Wenn ich selbst damit immer noch weiter auf der Suche nach dem richtigen Smartphone bin, könnt ihr euch vielleicht ein Bild davon machen, wie schlecht ich die Kamera finde. Der Topf, der sein Telefon nicht zum Bilder machen verwendet, oder mit durchschnittlichen Bildern leben kann, hat mit dem HTC One M8 jedoch garantiert seinen Deckel gefunden.

Warum Sony keinen Fuß im Flaggschiff-Kampf fassen kann

Schon mal auf den Kalender gesehen? Es ist Ende April. Und es gibt immer noch kein Xperia Z2 im Handel. Schlimmer noch: Es gab über lange Zeit hinweg nicht einmal ein Lebenszeichen, wann es denn überhaupt verfügbar wäre. Die Händler vertrösteten die Kunden, gaben im Falle von Vodafone und Elektronikmärkten (s. Areamobile-Artikel für zusammengefasste Info) Mitte April als möglichen Liefertermin an. Was natürlich nicht stimmte. Weit am Ziel vorbei geschossen, verfolgt man den Verlauf seit Ankündigung:

Sony stellte das Xperia Z2 mit entsprechend TamTam auf dem Mobile World Congress in Barcelona Ende Februar vor, und versprach Verfügbarkeit ab März 2014. Vorbestellungen konnten bereits ab 28. Februar getätigt werden. Ein Zug auf den bestimmt viele aufsprangen, gemessen an dem Hype, der um das Gerät entstand (und ich natürlich mit dabei!). Im März kamen dann erste Zweifel auf, ob Sony den Termin einhalten konnte, und schnell wurde klar, dass sie es nicht schaffen würden. Von offizieller Seite hieß es jedoch, dass alle Vorbesteller ihre Geräte noch im April erhalten würden.

Anscheinend hatte Sony nicht mit einem derartigen Run auf ihr neues Flaggschiff gerechnet, denn sie korrigierten schnell den Preis in ihrem eigenen Online-Shop nach oben: 679 € müssen mittlerweile für ein Gerät berappt werden, während Vorbesteller das Smartphone inklusive Sony Smartband SWR-10 (Kaufpreis 99 €) bereits für 599 € erwerben konnten. Neukunden, die diesen Preisumschwung mitbekommen hatten, wurden dadurch natürlich massiv abgeschreckt. Amazon hingegen listet das Gerät immer noch mit 599 €. Genau wie die Elektronik-Fachmärkte. Damit ist der Sony-eigene Shop natürlich als Quelle gänzlich unattraktiv, zudem wird sich Sony nicht leisten können, über längere Zeit das Gerät nur in ihrem Shop anzubieten. Verbreitung ist der einzig wichtige Schritt, nicht Exklusivität. Mal ganz davon abgesehen, dass der Online-Shop selbst das Gerät über eine Woche  als „ausverkauft“ tituliert hatte und keine Vorbestellung, sondern nur eine Benachrichtigung auf Verfügbarkeit zuließ.

Sony wird mich als Vorbesteller im April nicht mehr beglücken können. Am 25. April erhielt ich ein Schreiben, das mich auf den 6. Mai als Ausliefertermin vertröstete. Ich werde warten, aber Sony hat sich damit ein ziemlich faules Ei gelegt.

Der Grund ist offensichtlich: Alle bekannten Flaggschiffe für das erste Halbjahr 2014 sind bereits erhältlich! Das Samsung Galaxy S5, das HTC One M8, sogar das OnePlus One kann für ein paar Glückliche bereits erworben werden! Und für viele, die entweder einen Vertrag verlängern, einen neuen Vertrag abschließen oder einfach ein neues Gerät bar kaufen werden diese Optionen attraktiver gewesen sein, als Sony auszuwarten. Selbst die, die überlegt hatten, auf Sony umzusteigen, haben einen herben Dämpfer erlitten und werden vielleicht erst beim nächsten Mal einen Umstieg wagen.

Mittlerweile ist das Gerät in stark begrenzten Stückzahlen bei dubiosen Online-Händlern verfügbar, die mit teilweise überzogenen Preisen versuchen, das schnelle Geld zu machen. Übliche Vorgehensweisen. Auch der Sony-Store selbst listet mittlerweile das Gerät als „auf Lager“, um Ungeduldige teuer bezahlen zu lassen. Allerdings: Vorbesteller schauen weiter in die Röhre. Ein Gutschein für ein vergünstigtes Dock ist zwar besser als nichts, Kundenbindung und -freundlichkeit hätte man jedoch eher mit mehr Transparenz erreicht. Missmutige oder skeptische Vorbesteller hat man auf dem eingeschlagenen Weg jedoch mit Sicherheit verloren. So nicht, Sony!

Android Headset-Steuerung – ein Buch mit sieben Siegeln?

Eigentlich hat ein gewöhnliches Android Headset nur eine Taste. Natürlich gibt es proprietäre Kopfhörer, die von den Hardwareherstellern mitgeliefert werden, mit mehreren Tasten wie laut/leiser und SmartButton(TM). Was diese Taste machen soll? So viel wie möglich! Anrufe annehmen, auflegen, Musik anhalten und Abspielen, langer Tastendruck, um die Google Sprachsuche zu starten, doppelter Tastendruck um einen Titel weiter zu springen und so weiter und so fort. Und eigentllich funktioniert das alles auch. Warum also dieser Beitrag?

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Sony Xperia Z2: Hat Sony es endlich richtig gemacht?

Irgend etwas hat immer gestört. Anfangs war die Akkulaufzeit mies. Dann die Kamera unbefriedigend. Dann war das Display arg bescheiden wegen Blickwinkeln und Helligkeit. Dann war es zu groß. Dann störte immer noch der „Anti-Shatter-Film“ der ansonsten doch so hübschen Xperia-Smartphones. Jetzt hat Sony wieder ein Flagship Phone vorgestellt, den Nachfolger des noch gar nicht so alten Z1: Das Sony Xperia Z2. Hat Sony auf die Beschwerden der Interessenten gehört? Denn mal ehrlich: Wenn es nicht immer einen kleinen, aber substantiellen Makel gehabt hätte, würden wir nicht zögern, es zu kaufen oder? Gehen wir der Sache auf den Grund. Weiterlesen